Im Obedience werden die gleichen Kommandos für die Kommunikation zwischen Mensch und Hund angewendet wie in sonst auch. Analysiert man diese Kommandos und fragt sich, in welchem Bereich sie meistens oder privilegierter verwendet werden, kommt man am ehesten zum Begriff "Gehorsam". Hier kommen wir auf den Punkt; Obedience ist die weltweite Bezeichnung für Gehorsamsarbeit.
Herkunftsland?
Obedience ist im Herkunftsland England, in den skandinavischen Ländern, Holland und neu in Österreich, Frankreich, Italien, Monaco, Portugal, Deutschland und der Schweiz sehr populär, weil in dieser noch wenig bekannten Disziplin, viele knifflige, aber reizvolle Übungen stecken, die auch einen von Grund auf neuen Aufbau erfordern und viel Kreativität und Engagement voraussetzen. Die Skandinavier sind führend, die ersten Plätze an Welt- und Europameisterschaften wurden von ihnen realisiert. In diesen Ländern ist Obedience eine traditionelle und führende Hundesportdisziplin.
Die TKAMO (Technische Kommission Agility, Mobility, und Obedience) lancierte, im Auftrag der SKG (Schweizerische Kynologische Gesellschaft), Obedience in der Schweiz. Die höchste Stufe (3) ist durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) als internationale Wettkampfordnung vorgegeben.
Wie sieht das Ausbildungs- und Wettkampfkonzept aus?
Die Ausbildung erfolgt stufenweise. Der Ausbildungsprozess ist so konzipiert, dass der Hund permanent aufgebaut wird und fliessend in die nächste Stufe wachsen kann.
In der Stufe 3 wird der Hund soweit sein, dass er folgende 10 Disziplinen kennt:
- Sitzen in der Gruppe während 2 Minuten
- Ablegen während 4 Minuten mit Ablenkung
- Freifolge (ähnlich IPO 3)
- Steh Sitz und Platz aus der Bewegung
- Heranrufen mit Stehen und Hinlegen
- Voraussenden in ein Viereck
- Bringen auf Anweisung
- Freisprung über die Hürde mit Bringen (Metall)
- Eigenidentifizierung aus 6 Gegenständen
- Kontrolle auf Distanz
Die Stufen 1+2 orientieren sich nach der nationalen Wettkampfordnung. Die Stufe 3 entspricht den internationalen Bestimmungen (FCI) und berechtigt zur Teilnahme an internationalen Veranstaltungen (Europa- und Weltmeisterschaften).
Das angepasste Reglement ist auf den 01.06.2007 eingeführt worden und beinhaltet 5 Klassen: Beginners / Obedience 1 / 2 / 3
Welche Anforderungen müssen erfüllt werden?
An Obedience-Wettbewerben können alle Hunde teilnehmen die mindestens 12 Monate alt sind. Der/die Besitzer/in müssen Mitglied einer SKG-Sektion oder eines Rasseklubs der SKG sein. Für Hunde, die keine oder eine nicht anerkannte Abstammungsurkunde haben, gelten die speziellen Weisungen der SKG für Agility und Obedience.
Um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, muss eine gültige Lizenz und ein Leistungsheft vorgewiesen werden.